Erbsensuppe – die große Einkochportion

Bei diesem Wetter sag ich „JA“ zu wärmenden und stark sättigenden Speisen. Ich bin gerne „ZurArbeitMitRadFahrerin“, aber wenn man nach der Heimfahrt in der warmen Stube angekommen ist, braucht es manchmal etwas mehr als eine Tasse Tee. Da gehe ich dann an meinen Vorratsschrank und greife nach einem Glas Erbsensuppe.

Erbsensuppe

Mein Göttergatte würde „Atsopp“ sagen und mir das festverschlossene Glas aufdrehen. Dann macht es laut Plopp und ich gebe den Glasinhalt in einen Kochtopf. Im nu erhitzt sich der Gaumenschmaus und ich backe nebenbei ein von heute Morgen übrig gebliebenes Brötchen auf. Ein Teller von dieser Suppe und ich vergesse die Kälte da draußen.

Siehste, so schön ist´s Eingekochtes im Hause zu haben. Immer bereit wenn der Hunger ruft.

Und um einen eigenen Atsopp- bzw. Erbsensuppenvorrat anlegen zu können, benötigst du:

  • 3 Gemüsezwiebeln
  • 2 Bund Suppengrün (ca. 1,5 kg)
  • Evtl. ein paar extra Möhrchen (nach Belieben)
  • Zwei große Scheiben (jeweils ca. 4 cm dick) durchwachsener Speck (einmal geräuchert, einmal ungeräuchert)
  • 1 kg getrocknete Erbsen
  • 750 g Kartoffeln
  • 2 Gläser Wiener Würstchen
  • 5 Lorbeerblätter
  • Pfeffer, Salz

Und so einfach geht’s:

Die Erbsen haben eine Nacht in Wasser einweichen können? Dann kann es losgehen. Das Gemüse (außer den Kartoffeln) wird gesäubert und Typgerecht klein geschnitten.  Nun die Erbsen, das geschnippelte Gemüse, Lorbeer und den Speck in einen sehr großen Topf geben und mit 5 Litern Wasser zum Kochen bringen.

Das Ganze sollte nun 2,5 Stunden kochen, zwischendurch umrühren ist da unerlässlich. Sollte die Suppe zu sehr eindicken, kann Flüssigkeit nachgegeben werden. Sind die 2,5 Stunden um können die Kartoffeln geschält, gewürfelt und hinzugegeben werden. Der Speck wird nun entnommen und nach dem Abkühlen „entfettet“, klein geschnitten und wieder zur Suppe gegeben. Sobald die Kartoffelwürfel durchgegart sind, gibt man die Würstchen in klein geschnittener Form, inklusive des Würstchensaftes zur Suppe hinzu und würzt mit Salz und Pfeffer, die Lorbeerblätter müssen natürlich entfernt werden.

Atsopp

Zum Einkochen füllt man die noch heiße Suppe in saubere (am besten ausgekochte) Gläser. Dabei hilft ein Einfülltrichter, denn der Rand der Gläser darf nicht verschmutzt werden. Sind alle Gläser gefüllt und fest verschraubt, stellt man sie in den Einkochautomat und füllt den Kessel mit Wasser. Die Gläser können gerne gestapelt werden, es sollte allerdings keine zu große Reibung zwischen den Gläsern kommen, nicht das eines kaputt geht. Der Wasserstand sollte die obere Glasreihe zu zwei Drittel erreichen. Nun wird die Suppe 90 Minuten bei 100° C eingekocht.

Allerdings möchte ich noch eins hinzufügen, ich koche alle Produkte mit hohem Eiweißgehalt zweifach ein. Nach 48 Stunden, also nach zwei Tagen, koche ich die gesamte Charge ein zweites Mal bei gleichen Bedingungen wie beim ersten Mal ein. Warum ich das mache? Einmal habe ich türkische Linsensuppe (mega lecker) eingekocht und die ist mir schlecht geworden. Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden dass manche Eiweißhaltige Lebensmittel hitzeresistente Sporen an sich tragen. Diese werden beim ersten Einkochvorgang nicht getötet und keimen nach circa 24 Stunden aus. Dann, beim zweiten Einkochvorgang werden auch diese Keime getötet… mir eigentlich auch egal ob es Pech war, das die Linsensuppe damals hoch ging, seither koche ich alles was Fleisch oder Bohnen enthält zweimal und habe keine Angst das mir 7 Liter Suppe im Glas explodieren. Wie ihr das handhabt, liegt an euch 😉

Nun geht los, kauft die Zutaten, schnappt euch eure Gläser und haut rein. Nächste Woche gibt’s das nächste Einkochrezept…

Eure Trina ♥

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2 Kommentare zu “Erbsensuppe – die große Einkochportion

  1. Liebe Trina,
    hört sich lecker an. Außer Marmelade habe ich noch nichts so wirklich eingekocht, da fehlt mir leider etwas die Zeit zu. Ich komme gebürtig aus der Eifel, bei uns heißt Erbsensuppe „Ähzenzupp“…
    Wünsche Dir einen schönen Tag…
    Liebe Grüße
    Simone

    • Ach, das kostet nicht viel mehr Zeit als wenn man eine normale Portion kocht 😉 ..aber etwas Aufwand bedeutet es natürlich schon. Ähzenzupp, das hab ich auch noch nicht gehört ^^

      Dir auch einen schönen Tag 😉

      Liebe Grüße Trina ♥

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